
World Stage Design 2029 kommt nach Berlin – erfolgreiche Bewerbung der DTHG
28. Januar 2026|
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Fachkommission Bauaufsicht (PG MVStättVO) folgt unserer Initiative – Es ist geschafft!
Was lange Zeit wie ein zäher Dauerzustand wirkte, ist endlich gekippt: Die automatische Auslösung von Löschanlagen auf Großbühnen soll künftig nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben werden. Nach intensiver Beratung hat die Projektgruppe der Fachkommission Bauaufsicht beschlossen, die automatische Auslösung aus der Muster-Versammlungsstättenverordnung zu streichen und durch manuelle Auslösesysteme zu ersetzen. Ein großartiger Moment. Und ein sehr konkreter Erfolg.
Dieser Schritt ist das Ergebnis jahrelanger, teilweise hochemotional- teilweise sachlich geführter, geduldiger und immer wieder neu begründeter Überzeugungsarbeit – getragen von vielen Beteiligten, aber vor allem von der Expertengruppe der DTHG. Hans Dohmen, Erhard Arnhold und alle Kollegen dieser Arbeitsgruppe haben mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrer unermüdlichen Klarheit dazu beigetragen, dass dieser Durchbruch jetzt möglich wurde. Die DTHG hat damit nicht weniger getan, als der Vernunft wieder eine Stimme zu geben – und sie wurde gehört.
Auch die öffentlich ausgetragenen Diskussionen und Artikel haben ihren Beitrag geleistet. Im Hintergrund war auch hier über die Fachgespräche hinaus intensive Arbeit nötig, die von weiten Teilen der Politik aufmerksam verfolgt und unterstützt wurde.
Dank gilt auch allen Theatern, die sich trotz laufendem Betrieb die Mühe gemacht haben, reale Schäden zu dokumentieren, Havarien öffentlich zu machen und das Gespräch zu suchen. Besonders danken wir dem Theater Bautzen – das nun, nach Rathenow und Brandenburg, hoffentlich das letzte Haus in dieser langen Reihe war.
Dass nun keine Theaterbühne mehr mit 15.000 oder gar 80.000 Litern Wasser geflutet wird, ohne dass ein Brand vorlag, ist mehr als ein technisches Detail. Es ist ein echtes Aufatmen für alle Häuser, die sich in Zukunft nicht mehr gegen die Absurditäten technischer Übersteuerung behaupten müssen. Und es ist ein starkes Zeichen dafür, dass realitätsnahe, gut begründete Fachlichkeit letztlich auch in bauordnungsrechtlichen Gremien Wirkung entfalten kann.
Ein großes Danke an alle, die daran mitgearbeitet haben. Das war Teamarbeit. Und das war – wie ihr alle wisst – längst überfällig.
Wir machen weiter! Versprochen!




