
DTHG on Tour Herbst/Winter 2026
21. September 2026|
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Nun also Stuttgart. Absehbar. Wenn es einmal losgeht, findet es Nachahmer. Ingolstadt, Düsseldorf, nun eben Stuttgart. Dicht gefolgt von Frankfurt- wir werden es sehen..
Die Sanierung der Staatsoper soll neu bewertet werden. Ministerpräsident Cem Özdemir stellt angesichts möglicher Gesamtkosten von bis zu zwei Milliarden Euro inzwischen auch einen Neubau zur Diskussion.
Das ist folgerichtig. Irgendwann kommt der Punkt, an dem Politik solche Summen und Zeiträume nicht mehr einfach weitertragen kann. Das ist auch richtig, nur zieht man die falschen Schlüsse.
Denn: Natürlich muss die Oper erneuert werden. Für die Kunst, für die Beschäftigten und für die kommenden Generationen. Da kann man nicht mal 30 Jahre diskutieren, das macht es ja nicht besser. Aber die Diskussion geht weiter..
Die eigentliche Frage ist deshalb nicht: Sanieren oder neu bauen? Die Frage lautet: Wie fangen wir an, Gebäude für die Nutzer zu errichten, und wie passen wir die Regeln an die Möglichkeiten der Städte an?
Wenn Projekte Jahrzehnte dauern und die Kosten immer weiter steigen, muss man nicht nur das einzelne Projekt hinterfragen, sondern das System dahinter. Es scheint nicht zu funktionieren.
Wir brauchen hervorragende Kulturbauten. Technisch stark, künstlerisch offen und architektonisch überzeugend. Aber wir müssen sie auch noch bezahlen, bauen und betreiben können. Aber wir feilschen in der Gegenwart um die Höhe jedes Geländers. Das kann einfach nicht sein!
Die Oper ist nicht das Problem, das System des Bauens muss verändert werden. Jetzt!




